Die folgenden Auswahlkriterien sind in den letzten
5 Jahren für die Auswahl der weltweit führenden Social Entrepreneurs von der
Schwab Stiftung angewendet und weiterentwickelt worden.
Aus dem Wettbewerb sind ausgeschlossen:
Verwaltungsangestellte und Organisationen aus dem öffentlichen Sektor sowie
Organisationen, Forschungsinstitutionen und Stiftungen, die sozialen Nutzen
indirekt durch die Bereitstellung finanzieller und/oder technischer
Unterstützung bewirken.
Die Hauptkriterien:
1.
Innovation
Der Kandidat bewirkt sozialen Wandel und
Transformation durch
·
innovative Produkte oder
Dienstleistungen,
·
Entwicklung eines neuen
Ansatzes oder
·
eine rigorosere
Anwendung bekannter Technologien, Ideen oder Ansätze.
Ein "Social Entrepreneur" hat ein Konzept
entwickelt und erfolgreich umgesetzt, das traditionelle Muster durchbricht.
2.
Nachhaltigkeit
Der Kandidat hat die notwendigen Bedingungen oder
Institutionen geschaffen, um die Initiative langfristig aufrechtzuerhalten, und
widmet sich der Initiative vollzeitig.
·
Im Falle eines
Non-Profit-Unternehmens: Die Organisation erreicht einen gewissen Grad an
finanzieller Selbständigkeit und erzielt ein Einkommen aus dem Verkauf von
Produkten oder Dienstleistungen oder hat Partnerschaften mit Unternehmen
aufgebaut, die von gegenseitigem Nutzen sind. Es besteht ein klarer Unterschied
zu einer klassischen, rein spendenabhängigen karitativen Organisation.
·
Im Falle eines
gewinnorientierten Unternehmens: Das Unternehmensziel ist klar auf die soziale
und/oder ökologische Wertschöpfung ausgerichtet. Der wirtschaftliche Erfolg ist
diesem untergeordnet.
3.
Direkte soziale Auswirkung
Der Kandidat hat die Initiative zusammen mit den
Nutzniessern und Stakeholdern entwickelt.
Sie hat unmittelbare und direkte Auswirkungen. Diese lassen sich durch
quantifizierbare Ergebnisse und Studien belegen und sind gut dokumentiert. Es
bestehen keine wesentlichen negativen externen Effekte.
Die Jury wird zudem folgende zwei Kriterien für die
Ermittlung des Gewinners in Erwägung ziehen:
4.
Verbreitung
Die Initiative wurde erfolgreich auf andere
Regionen oder Länder ausgedehnt. Die Verbreitung kann entweder durch den Social
Entrepreneur selbst oder durch Dritte, die die Initiative ganz oder teilweise
übernommen haben, stattgefunden haben.
5.
Replizierbarkeit
Die Initiative hat das Potenzial, auf andere
Regionen der Welt ausgeweitet zu werden, um ähnliche Probleme zu lösen. Der
Social Entrepreneur ist bereit, seine Ansätze und Techniken mit interessierten
Nachahmern in anderen Regionen zu teilen.
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